Ärgernis Handy: Keine Garantie wegen Feuchtigkeitsschaden

Erstellt: Montag, 27. Februar 2012
Handy-Ärgernis: Keine Garantie wegen Feuchtigkeitsschaden
Ärgernis mit dem Händler: scheinbarer Feuchtigkeitsschaden bei Handys

Wie KONSUMENT, der österreichische Verein für Konsumenteninformation, in seiner Ausgabe vom Februar schreibt, berichten immer mehr Leser von Fällen wo sich die Händler versuchen aus der Affäre zu ziehen. Mit dem Argument eines Feuchtigkeitsschaden schließen die Händler und Mobilfunkanbieter bei defekten Handys immer wieder die Garantieleistungen aus.

Nach einem Aufruf Negativerfahrungen bei Handyrepraturen zu melden, erhielt die Redaktion von KONSUMENT eine wahre Flut an Beschwerden. Sie weisen immer den selben Umstand auf: Infolge von Wasserschaden wird die Garantieleistung abgeleht. Doch wie Dr. Veronika Kaiser, Redakteurin von KONSUMENT, sich wundert, versichern die Besitzer, dass ihr Handy nie Berührung mit Wasser gehabt habe.

Egal ob Produkte von Apple, Samsung, LG oder Nokia, die Beschwerden beziehen sich auf sämtliche Marken.

Feuchigkeitschaden: Eine Ausrede der Händler?

Immer wieder schreiben die verärgerten Leser, dass ihr Handy mit Kommentaren, wie "Handy hat einen Wasserschaden, Garantie ausgechlossen." oder "Reparatur wegen Wasserschaden unmöglich." zurück kommen. Für einen Kostenvoranschlag für die Mangelbeseitigung fallen dann meist über 30 Euro an. Für die Reparatur wollen die Händer oder Mobilfunkanbieter gleich mehere hundert Euro, um den Feuchtigkeitsschaden zu beheben.

Der österreichische Verein für Konsumenteninformation vermutet in dem sonderbaren Phänomen des heimlich aufgetretenen Feuchtigkeitsschadens eine Masche, um die Zusage von Garantie und Gewährleistung zu umgehen. Immerhin brachte ein Musterprozess der österreichischen Arbeiterkammer um einen angeblichen Feuchtigkeitsschaden bei Handys zutage, dass in Wirklichkeit ein Fehler in der Elektronik den Handy-Defekt verursacht hatte.

Aufruf: Informieren Sie KONSUMENT

Der Verein sammeln jetzt weitere Kundenerfahrungen. Haben Sie ebenfalls schon unliebsame Erfahrungen mit Händlern oder Handy-Herstellern im Zusammenhang mit einem kaputten Handy und einem diagnostizierten „Feuchtigkeitsschaden“ gemacht?

Informieren Sie KONSUMENT über Kaufdatum, Handy-Marke und Typenbezeichnung. Außerdem darüber, wo Sie das Produkt gekauft haben und wann welcher Schaden aufgetreten ist. Auch schriftliche Unterlagen über Ihre Korrespondenz mit Händlern und/oder Herstellern helfen dem Verein für Konsumenteninformation, einen genauen Einblick in das Ausmaß der Angelegenheit zu gewinnen.

Liebe garanbo-Lesen, helfen Sie mit und schreiben Sie bitte unter dem Stichwort „Feuchtigkeitsschaden“ an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder per Post an KONSUMENT, Linke Wienzeile 18, A-1060 Wien.

Gerne leiten wir auch Ihre Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an KONSUMENT weiter!

 

Bild: acataide/flickr.com