Toyota ruft erneut weltweit tausende Autos zurück in die Werkstätten. Bei insgesamt 11.500 Fahrzeugen der Oberklasse-Marke Lexus soll es Probleme mit der Steuerung geben, sagte ein Sprecher des japanischen Autokonzerns in Tokio. In Deutschland sind Konzernangaben zufolge nur drei Fahrzeuge von dem Rückruf betroffen, die Modellreihe wurde hier erst im März eingeführt.
Weltweit gelte der Rückruf für vier Modelle der Fahrzeugreihe LS, sagte der Toyota-Sprecher in Japan. Betroffen seien im einzelnen die Modelle LS 460, LS 460L, LS600h und LS600hL. Die Probleme mit der Steuerung äußerten sich darin, dass die Übertragung vom Steuer zu den Rädern für wenige Sekunden unterbrochen sein kann.
In Deutschland werde die Auslieferung weiterer Fahrzeuge der Modellreihe an Käufer bis zur Lösung der Probleme vorläufig gestoppt, sagte ein Sprecher von Toyota Deutschland. Bei den drei vom Rückruf betroffenen deutschen Kunden würden die Fahrzeuge nun abgeholt und die erforderlichen Reparaturen vorgenommen.
Der größte Autobauer der Welt hatte in den vergangenen Monaten rund zehn Millionen Autos weltweit wegen technischer Probleme zurückrufen müssen - die meisten in den USA. Im Mittelpunkt standen dabei bislang Probleme mit Gas- und Bremspedalen, aber auch mit elektronischen Systemen. Die Probleme wurden in den USA mit Unfällen in Verbindung gebracht, bei denen 58 Menschen starben. Im April hatte Toyota akzeptiert, eine Rekordstrafe von 16,4 Millionen Dollar (13,3 Millionen Euro) an die USA zu zahlen, weil der Konzern Probleme mindestens vier Monate lang verschwiegen haben soll.
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