Riesen-Rückruf bei BMW! Hunderttausende 5er, 6er und 7er müssen in die Werkstatt. Besonders peinlich: Betroffen sind auch Besitzer des Rolls-Royce Phantom.

Rolls Royce Phantom: Rückruf wegen Bremsproblemen
Rolls Royce Phantom: Rückruf wegen Bremsproblemen
Der Grund für den gigantischen Rückruf: mögliche Probleme mit den Bremsen.

Bei den Wagen könne bei hohen Laufleistungen ein Leck im Bremskraftverstärkersystem auftreten. Laut Hersteller handele sich dabei jedoch nicht um ein sicherheitsrelevantes Problem. Im Extremfall müsse der Fahrer beim Bremsen mehr Kraft aufwenden.

Betroffen seien laut BMW weltweit 345.000 BMW-Fahrzeuge sowie 5.800 Rolls-Royce Phantom mit 8- und 12-Zylindermotoren.

Grund für die Aktion sind mögliche Undichtigkeiten an den Bremsunterdruckpumpen bei Wagen der Baureihen des 5er, 6er und 7er BMW, sowie Fahrzeuge der Tochter Rolls Royce vom Typ Phantom, die mit einem V8 oder V12-Motor ausgestattet sind. Diese Motorisierung ist vor allem in den USA beliebt. Entdeckt wurde das Problem bei Werkstattbesuchen und eigenen Qualitätstests, Ursache sei Verschleiß. Dass sich BMW in den USA zu einem kompletten Rückruf entschlossen habe, sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, sagte ein Sprecher des Konzerns.

Betroffen sind vorwiegend Fahrzeuge mit Acht- und Zwölfzylindermotoren wie der BMW 745i/Li, 750i/Li und 760i/Li aus den Baujahren 2002 bis 2008. Die von 2004 bis 2010 gebauten BMW 6er-Coups und Cabriolets 645i und 650i und die BMW Modelle 545i und 550i müssen auch in die Werkstatt. Auch Modelle der Manufaktur Alpina sind vom Rückruf betroffen, etwa der 500 PS starke BMW Alpina B7 aus dem Produktionszeitraum 2007 bis 2008. Die von 2003 bis 2010 gebauten Rolls-Royce Phantom-Modelle könnten ebenfalls dieselben Bremsprobleme besitzen und müssen ebenfalls zum Kundendienst.

BMW Aplina B7: 500 PS und Rückruf wegen ausfallendem Bremskraftverstärker
BMW Aplina B7: 500 PS und Rückruf wegen ausfallendem Bremskraftverstärker
Über die in Deutschland und in den anderen Märkten betroffenen Acht- und Zwölfzylindermodellen liegen laut BMW noch keine genauen Zahlen vor.

Die Entscheidung, ob es für betroffene Fahrzeuge hierzulande oder in anderen Ländern eine Rückrufaktion geben wird, oder die fraglichen Teile im Rahmen einer sogenannten technischen Aktion bei normalen Werkstattbesuchen getauscht würden, sei noch nicht gefallen, so der Sprecher.

Unfälle oder Verletzte gab es durch die Probleme mit den Bremsen laut Hersteller nicht.

 

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