Giftig, defekt, gefährlich – auch 2011 haben zahlreiche Rückrufe von Herstellern und Importeuren für Verunsicherung bei den Verbrauchern geführt. Allein bei Garanbo wurden im letzten Jahr 221 Rückrufe veröffentlicht.
| Auch Honda kämpfte 2011 mit Rückrufen. |
Das fehlerhafte Design einer neuen Chipgeneration machte Probleme. Der Konzern musste nicht nur die Chips zurückrufen (300 Millionen Dollar Kosten), sondern auch seine gesamte Produktion anpassen um den Fehler künftig zu vermeiden (geschätzte 700 Millionen Dollar Kosten). Auch bei den PKWs gab es in Deutschland wieder zahlreiche Rückrufe. Für das Jahr 2011 meldete das Kraftfahrtbundesamt 185 Rückrufe der Hersteller - jeden zweiten Tag im Jahr ein Rückruf.
Für Schlagzeilen sorgten dabei japanische Autohersteller. Toyota musste im Februar 2011 aufgrund von Problemen mit einer undichten Gasleitung weltweit 1,7 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurückrufen. Damit setzte sich die Serie von massenhaften Rückrufen beim ehemals weltgrößten Autokonzern auch im vergangenen Jahr fort. Honda sorgte mit einem Rückruf für 2,5 Millionen Fahrzeuge aufgrund eines Defekts am Automatikgetriebe ebenfalls für einen negativen Höhepunkt.
Vorsicht bei chinesischen Produkten
| Chrom VI wird häufig in Lederartikeln verwendet. |
Elektronik, Kosmetik, und Bienen – Gefahr für Mensch und Tier
Aus dem Bereich Technik und Elektronik erreichen uns immer wieder Rückrufe von Akkus. Ob in Notebooks, Handys oder Smartphones - das Problem ist häufig dasselbe. Die Akkus können überhitzen, bei einigen besteht dann sogar Brandgefahr. Packard Bell vermeldet im Dezember 2011 beispielsweise eine solche Gefahr für Notebooks einer bestimmten Baureihe aus dem Jahr 2007.
Besonders tückisch sind Rückrufe bei Produkten, die eigentlich Sicherheit versprechen sollten. So etwa bei Rückrufen für Brand- oder Kohlenstoffmonoxidmelder. Garanbo veröffentlichte Rückrufe von Herstellern solcher Geräte, die mögliche erhöhte Konzentrationen von Kohlenmonoxid gar nicht erkannten – und stumm blieben. Solche Produkte dürfen nicht auf den Markt!
| Soll eigentlich Sicherheit versprechen: defektes Modell eines Kohlenmonoxidmelders. |
Von fehlerhaften oder giftigen Produkten sind übrigens nicht nur Menschen betroffen. Auch Bienen kann schon mal mit einem Rückruf geholfen werden. So geschehen bei einem Verdunster, der zur Bekämpfung einer Milbenart von Imkern eingesetzt wird. Der Hersteller meldete einen Defekt des Verdunsters der, sobald er im Einsatz war, ganze Bienenvölker bedrohte.
Die Beispiele aus dem letzten Jahr zeigen, dass Verbraucher nach wie vor wachsam sein müssen, wenn sie Ihre Ansprüche auf fehlerfreie Produkte durchsetzen wollen. Garanbo hält Verbraucher über aktuelle Warnhinweise und Rückrufaktionen über Produkte aus dem Non-Food-Bereich auf dem Laufenden. Schauen Sie ab und zu vorbei.
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